Müller Thurgau 2015

"Für die Sorte Müller Thurgau gibt es in Terlan einige durchaus interessante Hügellagen, wo in unseren höchsten und gleichzeitig auch steilsten Rebanlagen, die bis auf 900 m über dem Meeresspiegel angelegt wurden, sehr elegante Weine mit dem sortentypischen Pfirsich- und Muskatton gedeihen."
Rudi Kofler

Wein

  • DOC Bezeichnung: Südtiroler
  • Sorte: 100% Müller Thurgau
  • Geschichte der Rebsorte: erster Jahrgang 1977
  • Jahr: 2015
  • Gesamtproduktion: 50.000
  • Ertrag: 63 hl/ha
  • Qualitätslinie: Klassische Weine

Vinifizierung

  • Beschreibung:

    Lese und Traubenselektion per Hand; sanfte Ganztraubenpressung und Klärung des Mostes durch natürliche Sedimentation von den Trubstoffen; langsame Gärung bei kontrollierter Temperatur im Edelstahlbehälter; Lagerung und Reife für 5-7 Monate auf der Feinhefe im Stahltank.

Produktionszone

  • Staat: Südtirol DOC
  • Herkunftsgebiet: Südtirol
  • Höhenmeter: 250 - 900 m
  • Neigung: 5 - 70 %
  • Ausrichtung: Süd - Südwest

Weinbeschreibung

  • Farbe: zartes strohgelb
  • Geruch: Ein fein würziger Duft von Muskat und weißem Pfeffer ergeben zusammen mit dem Duft nach reifen Pfirsichen eine sehr harmonische Aromatik.
  • Geschmack: Aufgrund der leichten Muskatnoten würzig im Geschmack mit einer lebendigen Säure weiß dieser feingliedrige und elegante Müller Thurgau zu überzeugen.

Speisenempfehlung

zum Aperitif aber auch zu Schwertfischcarpaccio, gedämpftem Seefisch, wie Forelle blau mit Salzkartoffeln oder Wolfsbarsch in der Folie gegart; Gekochter Tafelspitz mit Selleriepüree; frischem Almkäse

  • Jahrgang

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    • Der Jahrgang 2015 wird als trockener und heißer, aber guter Jahrgang in die Weinbaugeschichte eingehen. Aufgrund der hohen Temperaturen und geringen Niederschläge im Sommer lag die Wasserversorgung der Reben am unteren Limit, wodurch sich lockere Trauben mit kleinen Beeren entwickelten, so dass die besten Voraussetzungen für qualitativ hochwertige Weine gegeben waren.

      Der Austrieb der Reben begann gegen Ende März bzw. Anfang April und bereits im Frühjahr gab es wenig Regen und die Temperaturen waren häufig überdurchschnittlich hoch. Dementsprechend schritt die Entwicklung der Reben zügig voran und schon Mitte Mai blühten die ersten Gescheine auf. In den folgenden Wochen setzte sich der Sommer endgültig durch und auf den wärmsten Juni seit Aufzeichnung des Wetters in Südtirol folgte der Monat Juli mit Rekordtemperaturen und zahlreichen Tropennächten. Dadurch verlangsamte sich die Traubenreife in den niederen Weinbergen und es kam zu einer Angleichung der Vegetation zwischen tieferen und höheren Anbauzonen. Durch gezielte Bewässerung konnten Trockenschäden und somit Qualitätseinbußen vermieden werden. Des Weiteren war eine sehr gute und schnelle Holzreife zu beobachten. Die Reife ging zügig voran und durch sonnige Spätsommertage ging es bereits Ende August mit der Weinlese los. Die größte Herausforderung während der Ernte war die Entscheidung bezüglich des idealen Lesezeitpunktes, der so gewählt werden musste, dass die Trauben phenolisch reif waren und eine gute Balance von Zucker und Säure gegeben war.

  • Boden

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    • Südtirol ist eines der kleinsten Weinanbaugebiete Italiens. Dank seiner geografischen Lage am Schnittpunkt zwischen alpinem Norden und mediterranem Süden aber auch eines der facettenreichsten. Unzählige Generationen haben Südtirol als Weinland geprägt, wo Winzerinnen und Winzer in unterschiedlichen Klimazonen, mit wechselnden Bodentypen und auf Höhenlagen von 200 bis 1.000 Metern Weinbau betreiben. Hier entstehen authentische Weine mit eigenständigem Charakter, wobei der Sortenschwerpunkt auf Weißwein liegt: Rund 60 Prozent der Weinbaufläche sind mit weißen und nur 40 Prozent mit roten Rebsorten bepflanzt.
      Bei den Weißweinen sind es in erster Linie Weißburgunder, Chardonnay und Sauvignon Blanc, die neben Grauburgunder und Gewürztraminer Südtirol zu einer der führenden Weißweinregionen Italiens machen. Im Rotweinbereich reicht die Bandbreite von den autochthonen Rebsorten Lagrein und Vernatsch bis hin zu internationalen Klassikern wie Pinot Noir, Merlot und Cabernet. Eine Vielfalt, die zu 98 Prozent DOC klassifiziert ist und eine beachtliche Dichte an Spitzenweinen hervorbringt.

  • Klima

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    • Die hoch aufragenden Gipfel der Alpen schützen Südtirol im Norden vor rauen atlantischen Nordströmungen, vom Süden ist das Land von mediterranen Einflüssen geprägt. Dadurch ergeben sich große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, die für elegante Reife sorgen.

      Auch gen Süden erfüllen Berggruppen wie die Adamello eine Schutzfunktion. Deshalb beträgt die jährliche Niederschlagsmenge im Vergleich zum südlichen Alpenvorland nur etwa ein Drittel und die Besonnungsintensität ist höher. Diese klimatischen Bedingungen erinnern an Weinbaugebiete wie das schweizerische Wallis.

      Wenn die Sonne an einem der 300 Sonnentage hinter den östlichen Bergen Terlans auftaucht, steht sie schon hoch am Himmel. Das liegt daran, dass das Weingebiet süd- bis südwestlich ausgerichtet ist. Die direkte Sonneneinstrahlung ist aufgrund der geringeren Dichte der Atmosphäre höher, die diffuse Strahlung zugleich geringer. Das erhöht den Unterscheid zwischen sonn- und schattenseitigen Hängen.

      Mikroklima in Terlan
      Kontinentales Klima (Cfa nach Köppen-Geiger)

      Sonnenstunden: ø 2135/Jahr
      Höchsttemperaturen: 38,2 °C
      Mittlere Temperaturen: 12,9 °C
      Tiefsttemperaturen: -10,7°C
      Niederschlagsmenge: ø 558 mm/Jahr
      Mittlere Globalstrahlung: 150,1 W/m²
      Winde:
      - Nordföhn: kühler, trockener Fallwind
      - Ora: Talwindsystem von Süden,  aus der Poebene in die Täler gesaugte Luft

Müller Thurgau

Auszeichnungen

  • Antonio Galloni presents Vinous 2016: 90 Punkte

Analytische Daten

  • Alkoholgehalt: 13,0 % vol
  • Restzucker: 2,5 g/l
  • Gesamtsäure: 6,0 g/l

Lagerung

  • Lagerungstipps: kühle Lagerung bei konstanter Temperatur, hoher Luftfeuchtigkeit, guter Belüftung und mit möglichst wenig Lichteinfluss
  • Kellertemperatur: 10 - 15 °C
  • Empfohlene Trinkreife: 1 Jahre
  • Serviertemperatur: 10 - 12 °C

Empfohlene Glasform

Glas für junge Weißweine

Glas für junge Weißweine