Gries 2010

"Die Anschwemmböden im Bozner Stadtteil Gries eignen sich bestens für die autochthone Rotweinsorte Lagrein, die bereits 1379 erstmals schriftlich erwähnt wurde. Unser Lagrein Gries beeindruckt durch seine fruchtige Beerenaromen, aber auch edle Würznoten und durch seinen saftigen, ausbalancierten Körper."
Rudi Kofler

Wein

  • DOC Bezeichnung: Südtiroler
  • Sorte: 100% Lagrein
  • Geschichte der Rebsorte: erster Jahrgang 1989
  • Jahr: 2010
  • Gesamtproduktion: 49.000
  • Ertrag: 56 hl/ha
  • Qualitätslinie: Die Selektionen

Vinifizierung

  • Beschreibung:

    Lese und Traubenselektion per Hand; Entrappung der Trauben und anschließend langsame Maischevergärung bei kontrollierter Temperatur und schonender Maischebewegung im Edelstahltank; biologischer Säureabbau und Reife für 12 Monate teils im großen Holzfass (70%) teils im Barrique (30%). Für den Ausbau in den Barriquefässern werden ein Drittel neue Holzfässer verwendet. Assemblage drei Monate vor der Flaschenfüllung.

Produktionszone

  • Staat: Südtiroler Lagrein Gries DOC
  • Herkunftsgebiet: Bozen
  • Höhenmeter: 250 - 500 m
  • Neigung: 5 - 35%
  • Ausrichtung: Süd - Südwest

Weinbeschreibung

  • Farbe: kräftiges rubin- bis granatrot mit dezent ins violett gehendem Schimmer
  • Geruch: Der Duft enthüllt erdig-mineralische Noten, die sehr schön mit fruchtigen Aromen verbunden sind, wobei insbesondere der Duft von Sauerkirschen und Pflaumenmarmelade hervortreten.
  • Geschmack: Spannung erzeugen diese torfig-würzigen aber gleichzeitig samtigen Fruchtnoten auch am Gaumen, wo sich dieser Lagrein Riserva mit einer vielschichtigen Fülle und äußerst komplex präsentiert.

Speisenempfehlung

In Kombination zu Gamsbraten mit Wurzelgemüse oder in Lagrein geschmorten Kalbsbäckchen mit Wurzelgemüse.

  • Jahrgang

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    • Aufgrund eines trockenen und kalten Winters und eines ebensolchen Frühjahrs, hatte sich der Vegetationsbeginn in den Terlaner Weinbergen im Vergleich zu den letzten Jahren deutlich verzögert. Auf einen relativ milden April folgte ein mäßig warmer und regnerischer Mai. Der Monat Juni zeigte sich von seiner angenehmen Seite, während sich der Juli als extrem trocken und rekordverdächtig heiß erwies. Diesem besonderen Witterungsverlauf ist es zuzuschreiben, dass sich bei vielen Sorten lockere Trauben mit kleineren Beeren gebildet haben. Außerdem war bereits im Juli eine sehr gute Holzreife zu erkennen, welche auf einen vielversprechenden Jahrgang hinwies.
      Die Witterungsverhältnisse während der Reifezeit waren etwas durchwachsen; bedingt durch die sehr niedrigen Erträge, schritt die Reife jedoch zügig voran und es konnten sehr gesunde und vollreife Trauben geerntet werden. Insgesamt ist der Jahrgang 2010 ertragsmäßig einer der kleinsten der letzten 20 Jahre - doch die Weine können sich sehen und schmecken lassen.

  • Boden

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    • Bozen und somit auch der Stadtteil Gries liegen in einem breiten, sonnenverwöhnten Talkessel zwischen den Flüssen Etsch, Eisack und Talfer, wo in den Sommermonaten die Temperaturen auf zu 40°C ansteigen können.
      Das Bozner Becken ist gefüllt mit nacheiszeitlichem Schwemmmaterial und besteht großteils aus dem bekannten Bozner Quarzporphyr. Das Gestein und die Weingartenböden sind kalkfrei und die Bodenstruktur wechselt durch den geschichteten Aufbau von lehmigem Sand im Oberboden bis zu Sand im Unterboden.
      Das Grieser Terroir zeichnet verantwortlich für die kräftigen und edlen Aromen der Lagreinweine aus der dortigen Lage.

  • Klima

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    • Die hoch aufragenden Gipfel der Alpen schützen Südtirol im Norden vor rauen atlantischen Nordströmungen, vom Süden ist das Land von mediterranen Einflüssen geprägt. Dadurch ergeben sich große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, die für elegante Reife sorgen.

      Auch gen Süden erfüllen Berggruppen wie die Adamello eine Schutzfunktion. Deshalb beträgt die jährliche Niederschlagsmenge im Vergleich zum südlichen Alpenvorland nur etwa ein Drittel und die Besonnungsintensität ist höher. Diese klimatischen Bedingungen erinnern an Weinbaugebiete wie das schweizerische Wallis.

      Wenn die Sonne an einem der 300 Sonnentage hinter den östlichen Bergen Terlans auftaucht, steht sie schon hoch am Himmel. Das liegt daran, dass das Weingebiet süd- bis südwestlich ausgerichtet ist. Die direkte Sonneneinstrahlung ist aufgrund der geringeren Dichte der Atmosphäre höher, die diffuse Strahlung zugleich geringer. Das erhöht den Unterscheid zwischen sonn- und schattenseitigen Hängen.

      Mikroklima in Terlan
      Kontinentales Klima (Cfa nach Köppen-Geiger)

      Sonnenstunden: ø 2135/Jahr
      Höchsttemperaturen: 38,2 °C
      Mittlere Temperaturen: 12,9 °C
      Tiefsttemperaturen: -10,7°C
      Niederschlagsmenge: ø 558 mm/Jahr
      Mittlere Globalstrahlung: 150,1 W/m²
      Winde:
      - Nordföhn: kühler, trockener Fallwind
      - Ora: Talwindsystem von Süden,  aus der Poebene in die Täler gesaugte Luft

Gries

Auszeichnungen

  • ViniBuoni d'Italia 2014: Golden Star
  • I Vini di Veronelli 2014: Tre stelle
  • Bibenda 2014: Quattro grappoli

Analytische Daten

  • Alkoholgehalt: 13,5 % vol
  • Restzucker: 2,8 g/l
  • Säure: 5,2 g/l

Lagerung

  • Lagerungstipps: kühle Lagerung bei konstanter Temperatur, hoher Luftfeuchtigkeit, guter Belüftung und mit möglichst wenig Lichteinfluss
  • Kellertemperatur: 10 - 15 °C
  • Empfohlene Trinkreife: 4 Jahre
  • Serviertemperatur: 16 - 18 °C

Empfohlene Glasform

Bordeauxglas

Bordeauxglas