Chardonnay 2011

"Die internationale Rebsorte Chardonnay ist aus Terlans Weinbergen nicht mehr wegzudenken und beschert uns nicht nur in unserer Cuvée sondern auch sortenrein vinifiziert alljährlich frische Weine mit einer sehr interessanten tropischen Fruchtkomponente, die äußerst vielfältig kombiniert werden können."
Rudi Kofler

Wein

  • DOC Bezeichnung: Südtiroler
  • Sorte: 100% Chardonnay
  • Geschichte der Rebsorte: erster Jahrgang 1985
  • Jahr: 2011
  • Gesamtproduktion: 60.000
  • Ertrag: 63 hl/ha
  • Qualitätslinie: Klassische Weine

Vinifizierung

  • Beschreibung:

    Lese und Traubenselektion per Hand; sanfte Ganztraubenpressung und Klärung des Mostes durch natürliche Sedimentation von den Trubstoffen; langsame Gärung bei kontrollierter Temperatur im Edelstahlbehälter; Lagerung und Reife für 5-7 Monate auf der Feinhefe im Stahltank.

Produktionszone

  • Staat: Südtirol DOC
  • Herkunftsgebiet: Südtirol
  • Höhenmeter: 250 - 900 m
  • Neigung: 5 - 70 %
  • Ausrichtung: Süd - Südwest

Weinbeschreibung

  • Farbe: helles, funkelndes strohgelb
  • Geruch: Der Duft dieses Chardonnay setzt exotisch fruchtige Geruchsempfindungen frei, mit Anklängen an Banane, Quitte, Passionsfrucht, Mango und Zuckemelone. Aber auch ein Hauch von Zitronenmelisse kennzeichnet diesen Weißwein.
  • Geschmack: Durch einen Hauch von Birne wirkt der Chardonnay am Gaumen sehr weich und harmonisch gepaart mit leicht süßlichen exotischen Fruchtkomponenten. Die leicht salzige wirkende mineralische Note macht diesen Wein sehr geschmeidig und verleiht ihm ein interessantes Volumen.

Speisenempfehlung

Plateau de fruits de mer mit rohen Krabben und Kaisergranaten; Gemüserisotto und aus Wurzelgemüse gekochte Cremesuppen (Kartoffelsuppe, Sellereicremesuppe), Gerichte in denen ein nicht zu würziger, angenehmer Käse (z.B. eine weiche Robiola) verarbeitet ist, wie Käseknödel oder ein Pastagericht mit Käse; ebenso Wolfbarsch in der Salzkruste zubereitet oder Kalbspaillard

  • Jahrgang

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    • Die klimatischen Verhältnisse stellten 2011 eine großer Herausforderung dar. Denn besonders bei Jahrgängen mit so extremen Wetterbedigungen ist die Entscheidung über den Erntezeitpunkt äußerst wichtig und muss individuell für jeden Weinberg getroffen werden. Auf einen außergewöhnlich warmen und trockenen April und einen sommerlichen Mai, folgte ein Juni mit durchschnittlichen Temperaturen und beträchtlichem Niederschlag. Ein milder Frühling, der die jungen Triebe rund eine Woche früher aus der Reserve lockte, als gewöhnlich. Bedingt durch das ideale Herbstwetter, kann der Jahrgang insgesamt dennoch als gut bis sehr gut betrachtet werden.

  • Boden

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    • Südtirol ist eines der kleinsten Weinanbaugebiete Italiens. Dank seiner geografischen Lage am Schnittpunkt zwischen alpinem Norden und mediterranem Süden aber auch eines der facettenreichsten. Unzählige Generationen haben Südtirol als Weinland geprägt, wo Winzerinnen und Winzer in unterschiedlichen Klimazonen, mit wechselnden Bodentypen und auf Höhenlagen von 200 bis 1.000 Metern Weinbau betreiben. Hier entstehen authentische Weine mit eigenständigem Charakter, wobei der Sortenschwerpunkt auf Weißwein liegt: Rund 60 Prozent der Weinbaufläche sind mit weißen und nur 40 Prozent mit roten Rebsorten bepflanzt.
      Bei den Weißweinen sind es in erster Linie Weißburgunder, Chardonnay und Sauvignon Blanc, die neben Grauburgunder und Gewürztraminer Südtirol zu einer der führenden Weißweinregionen Italiens machen. Im Rotweinbereich reicht die Bandbreite von den autochthonen Rebsorten Lagrein und Vernatsch bis hin zu internationalen Klassikern wie Pinot Noir, Merlot und Cabernet. Eine Vielfalt, die zu 98 Prozent DOC klassifiziert ist und eine beachtliche Dichte an Spitzenweinen hervorbringt.

  • Klima

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    • Die hoch aufragenden Gipfel der Alpen schützen Südtirol im Norden vor rauen atlantischen Nordströmungen, vom Süden ist das Land von mediterranen Einflüssen geprägt. Dadurch ergeben sich große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, die für elegante Reife sorgen.

      Auch gen Süden erfüllen Berggruppen wie die Adamello eine Schutzfunktion. Deshalb beträgt die jährliche Niederschlagsmenge im Vergleich zum südlichen Alpenvorland nur etwa ein Drittel und die Besonnungsintensität ist höher. Diese klimatischen Bedingungen erinnern an Weinbaugebiete wie das schweizerische Wallis.

      Wenn die Sonne an einem der 300 Sonnentage hinter den östlichen Bergen Terlans auftaucht, steht sie schon hoch am Himmel. Das liegt daran, dass das Weingebiet süd- bis südwestlich ausgerichtet ist. Die direkte Sonneneinstrahlung ist aufgrund der geringeren Dichte der Atmosphäre höher, die diffuse Strahlung zugleich geringer. Das erhöht den Unterscheid zwischen sonn- und schattenseitigen Hängen.

      Mikroklima in Terlan
      Kontinentales Klima (Cfa nach Köppen-Geiger)

      Sonnenstunden: ø 2135/Jahr
      Höchsttemperaturen: 38,2 °C
      Mittlere Temperaturen: 12,9 °C
      Tiefsttemperaturen: -10,7°C
      Niederschlagsmenge: ø 558 mm/Jahr
      Mittlere Globalstrahlung: 150,1 W/m²
      Winde:
      - Nordföhn: kühler, trockener Fallwind
      - Ora: Talwindsystem von Süden,  aus der Poebene in die Täler gesaugte Luft

Chardonnay

Auszeichnungen

  • Le guide de L'Espresso - I Vini d'Italia 2013: 2 Flaschen
  • I Vini di Veronelli 2013: 2 Sterne
  • Gambero Rosso - Vini d'Italia 2013: 2 schwarze Gläser
  • Bibenda 2013: 4 Trauben

Analytische Daten

  • Alkoholgehalt: 13,5 % vol
  • Restzucker: 3,0 g/l
  • Säure: 5,7 g/l

Lagerung

  • Lagerungstipps: kühle Lagerung bei konstanter Temperatur, hoher Luftfeuchtigkeit, guter Belüftung und mit möglichst wenig Lichteinfluss
  • Kellertemperatur: 10 - 15 °C
  • Empfohlene Trinkreife: 1 Jahre
  • Serviertemperatur: 10 - 12 °C

Empfohlene Glasform

Glas für junge Weißweine

Glas für junge Weißweine