Boden

Aus Feuer geboren sind die roten Porphyrfelsen, zwischen die sich Terlans Weinberge wie kleine Sonnenterrassen eingenistet haben. Die Gesteine gehören zum Bozner Quarzporphyr, sie bestehen aus einer Abfolge von sauren Laven und vulkanischen Auswurfsprodukten mit zwischengeschalteten Sedimenten. Dabei handelt es sich vorwiegend um quarzreiche Gesteine, die aus Mineralien wie Quarzen und Feldspäten in einer feinkörnigen bis glasigen Grundmatrix aufgebaut sind.

In Terlan setzt sich die subvertikale Felswand aus Gesteinsformationen wie Ignimbriten (Rhyolithe und Glutwolkenabsätze), Tuffen, Konglomeraten und Lavaergüssen zusammen. Durch zahlreiche Murbrüche entlang des Petersbachs wurden die Verwitterungsprodukte dieser Gesteinsabfolgen in den Talboden geschüttet. Der dadurch entstandene Murschuttkegel bildet heute den Unterboden der Terlaner Reben.

Der Mutterboden Terlans hat einen hohen Grobanteil durch Steine und Sand silikatischen Ursprungs, ist sehr skelettreich und daher leicht erwärmbar. Der verhältnismäßig bescheidene Feinerdeanteil ist vorwiegend sandig bis sandig-lehmig.

pH Wert: neutral bis leicht sauer
Karbonatgehalt: gering bis mäßig
Bodenart: vorwiegend sandig bis sandig-lehmig
Tiefgründigkeit: hoch (>2 m)
Skelettanteil: sehr hoch
Gesteine: vorwiegend silikatisch (Porphyr)
Feldkapazität: karg bis gering

  • Ein außergewöhnliches Terroir

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    • Seit langem war bekannt, dass das Terroir von Terlan ein jahrtausendealtes Geheimnis birgt. Geologische Untersuchungen untermauern nun dieses Wissen, welches von der Kellerei Terlan über mehr als ein Jahrhundert hinweg bewahrt worden ist, mit wissenschaftlichen Daten.

      Aus drei Weinberglagen sind Bodenproben entnommen und mithilfe innovativer Techniken analysiert worden. Dabei wurde bei Terlan das Vorhandensein eines subvulkanischen Gesteinskörpers festgestellt, dessen Zusammensetzung sich vom klassischen Vulkangestein unterscheidet. Über Jahrmillionen hinweg hat sich in seinem Inneren eine ganz besondere Cuvée aus Kristallen gebildet, weshalb eine für dieses Gestein unerwartet große Menge an Mineralstoffen festgestellt werden konnte. Eine einzigartige Besonderheit, ein Geschenk der Natur für die Reben, die dem kargen Boden trotzen und ihre Wurzeln tief ins Erdreich schlagen, um sich dort direkt am mineralischen Schatz des „Mutterbodens“ zu nähren. Eine reiche Quelle zur Synthese jener Polyphenole, welche ein Grund für die absolute Einzigartigkeit der Terlaner Weißweine sind.

  • Geologische Studie

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    • Mit einer Forschungsstudie wurden die naturgegebenen geologische Faktoren einiger Weinberge untersucht, welche die Eigenschaften der von dort ergebenen Weine beeinflussen können.
      Die angewandte Methodik erlaubte die physischen, sowie die geochemischen und mineralogischen Grundparametern der Böden, welche beim biologischen Wachstum der Pflanzen beteiligt sind, wissenschaftlich zu identifizieren.
      Das Verfahren hat die geologische Identität der Weinbergen bestimmt. Daneben hat es uns erlaubt einige besondere Angaben, welche unsere Weinbergeböden kennzeichnen, zu unterscheiden.
      Es wurden folgenden Analysen durchgeführt:
      - Landschaftsanalysen mit GSA Systemen (geospatial analysis = erwerben, interpretieren, verarbeiten, Verbreitung
        von georeferenzierten Informationen)
      - Klima und Sonnenkraft
      - Hydrogeologische Untersuchungen
      - Geologische Untersuchungen mit geostatistischen Proben der Böden
      - Agrarchemie (Die physikalisch-chemische Analyse des Bodens)
      - Geotechnische Analyse (physikalischen und mechanischen Eigenschaften der Böden)
      - Petrographische und mineralogische Untersuchung (Untersuchung von Gesteinen, Mineralien und deren
        chemischer Zusammensetzung)
      - Analyse der chemischen Zusammensetzung in molekularer und atomarer Ebene (X-Strahlen (Fluorescence XRF),
        Rasterelektronenmikroskop - Massenspektrograph (SEM EDS)

      Am multidisziplinären Team vom Dr. Ferretti waren 10 Personen beteiligt (Fachleute, Techniker, Universitäten, Labors usw.), mit einer Arbeitsstundengesamtanzahl von mehr als 1100 Stunden.